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Im Laufe der Jahre habe ich viele Hunde kennengelernt, die von ihren Trainern schlecht behandelt wurden. Einige Hunde wussten sich irgendwann nicht mehr anders zu helfen und haben angefangen, sich zu wehren. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, einen Hund zu erziehen und auszubilden. Auf eines sollten Sie jedoch achten, und zwar auf Ihren Hund! Ihr Hund sollte nicht nur gern zur Hundeschule gehen, sondern möglichst mit Begeisterung! Eine Hundeschule, die Ihr Hund auch nach einigen Trainingsstunden nur unsicher und/oder widerstrebend besucht, sollten Sie verlassen. Darüber hinaus empfehle ich, alle vorgeschlagenen Ausbildungsmethoden und alle Ausrüstungsgegenstände, die dabei zur Anwendung kommen auf folgende Fragen zu prüfen: Wenn ich mein Hund wäre, möchte ich dann so behandelt werden? Bedenken Sie immer, dass Gewalt keine adäquate Ausbildungsmethode darstellt und bei Ihrem Hund Aggressionen provozieren kann.
Ziel sollte sein, dass Sie mit Ihrem Hund Spaß haben und schöne Stunden verleben. Folgende Kriterien sollen Ihnen bei der Auswahl des richtigen Hundetrainers/der richtigen Hundetrainerin helfen:
Der Trainer/die Trainerin
-sollte über eine fundierte und qualifizierte Ausbildung in Bezug auf Hundeausbildung verfügen und jederzeit in der Lage sein, diese auch nachzuweisen. Der Beruf "Hundetrainer" ist nicht geschützt. Jeder kann daher als Hundetrainer tätig sein;
-sollte in der Lage sein, mit den unterschiedlichen Rassen, Charakteren und Problemen umzugehen. Rassespezifische Ausgrenzungen sind daher nicht angebracht;
-muss in der Lage sein zu erkennen, wenn der Hund oder/und Halter überfordert sind und auf die individuellen Fähigkeiten eingehen. Oft wird einfach nur ein Programm "heruntergespult".
-sollte dafür sorgen, dass nach jeder Trainingsstunde sowohl der Hund als auch der Halter mit einem positiven Erfolgserlebnis den Platz verlassen;
-sollte eine stationäre Ausbildung ohne Halter ablehnen. Auch eine sorgfältige Einweisung nach dem Training kann dem Hundehalter niemals vermitteln, in welchen Einzelschritten sein Hund die Trainingsziele erlernt hat. Sie als Hundehalter haben keinerlei Kontrolle darüber, wie Ihr Hund erzogen wurde;
-sollte selbstverständlich nach neuesten verhaltenskundlichen Erkenntnissen und ohne Einsatz von tierschutzrelevantem Zubehör wie Reizstromgeräten, Anti-Kläff-Halsbändern, Sprühhalsbändern, Ketten- und Stachelwürgern oder ähnlichem arbeiten. Alle Methoden, die dem Hund Angst oder Schmerzen zufügen, ihn einschüchtern oder in seiner Gesundheit/Würde verletzen, sind inakzeptabel und auch tierschutzrelevant. Der Einsatz von Reizstromgeräten ist grundsätzlich verboten. Nur berufsspezifische Ausnahmen sind zulässig. Das Tragen eines Stachelwürgers ist zwar zulässig, aber der nicht die Ausbildung bzw. der Einsatz, durch den dem Hund Schmerzen zugefügt werden. Der Einsatz eines Stachelwürgers verstößt gegen das Tierschutzgesetz, unabhängig davon, ob das Ihr Hundetrainer/Ihre Hundetrainerin anders sieht.
Bedenken Sie, dass, sobald Ihr Hund Angst bzw. Schmerzen hat, sein Lernprozess erheblich reduziert ist. Ihr Hund lernt unter stressfreien Bedingungen weitaus besser und mehr. Bilden Sie Ihren Hund zu einem freundlichen und kooperativen Sozialpartner aus und nicht zu einem angstbesetzten Befehlsempfänger! |